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Der soziale Vergleich auf Social Media – Tipps damit aufzuhören

Der soziale Vergleich auf Social Media ist mittlerweile Alltag und geschieht meist unbewusst. Mit meinem Beitrag möchte ich dir helfen dessen bewusst zu werden. Außerdem stelle ich dir einige Tipps vor die dir helfen werden dich weniger zu vergleichen.

Es ist mal wieder Mittagspause, wir warten auf die Bahn oder sind gerade erst aufgewacht, der perfekte Moment sich kurz die Zeit auf Instagram und co. zu vertreiben. Wir scrollen ziellos runter und runter, sehen und lesen mehr und mehr und kurz darauf geht es uns schlechter und schlechter.  

Warum? 

Du siehst all die exotischen Orte an denen sich deine Freunde oder gar irgendwelche Fremde gerade befinden. All die schönen Menschen mit einem allmählich perfektem Körper, einen Beitrag über gesunde Ernährung und köstlichen Gerichten. Ein perfektes Familienfoto oder der scheinbare Erfolg einer Person die an nur einem Tag 5000€ verdient hat und sagt du kannst das auch. 

Guten morgen! So wachen viele von uns täglich auf, sind anschließend den ganzen Tag über mies gelaunt und können sich oft nicht einmal selbst erklären wieso eigentlich.

Wieso der soziale Vergleich auf Social Media? 

Zeit in sozialen Medien zu verbringen und uns insbesondere mit anderen darin zu vergleichen, ist zu einem großen Teil unseres Lebens geworden. Und es wirkt sich auf unsere geistige Gesundheit aus.

Wir sehen zu viel von diesen scheinbar perfekten Leben anderer Menschen die auf den sozialen Medien nur das beste auf die Bühne bringen. Und genau das ist es, eine Bühne. Wenn du schon einmal in einem Zirkus warst und all die Künstler mit ihren unglaublichen Fähigkeiten und Körpern gesehen hast, hast du dir dabei mit Sicherheit auch schonmal gedacht: „Wow, wenn ich das nur könnte“ oder „was ein Körper, hätte ich doch bloß so einen“. 

Du vergleichst, ganz automatisch. Du erhältst in diesem Moment aber eben nur diese schönen Informationen, die Spitze vom Eisberg so zusagen. Diese können dich eben ganz schön neidisch machen. Würdest du jedoch hinter die Kulissen blicken und in jedes Detail eines anderen Lebens, dann könnte es durchaus schon ganz anders aussehen.

Die sozialen Medien bereiten uns Menschen eine Bühne die es zuvor so noch nie gegeben hat. Wir sehen überwiegend nur die „Highlights“ und nur einen winzigen Teil eines anderen Lebens. Wir selbst dagegen stecken ununterbrochen in unserer eigenen Haut und durchleben jedes Detail, egal ob schön oder nicht. 

Dieser soziale Vergleich wirkt unbewusst und ist unrealistisch

Es wirkt also meistens unbewusst auf uns ein und wir sind ohne erkennbaren Grund unzufrieden oder mies drauf. Sich zu vergleichen hat jedoch einen tiefen Ursprung und liegt in der Natur des Menschen. Menschen vergleichen instinktiv um sich einer Gruppe anzupassen, da die Gemeinschaft eine bessere Überlebenschance bietet. Es ist also nicht so seltsam, uns mit Fremden in sozialen Medien zu vergleichen. Wir versuchen einfach, uns anzupassen, ein Wunsch, der tief in uns verwurzelt ist.

Warum es uns dennoch schleichend unglücklich macht…

Das Internet, es ist nunmal in vielerlei Hinsichten ein Segen und ebenso ein Fluch. Wir erhalten dadurch unglaublich viel mehr an Informationen als je zuvor. Stetig bekommt unser Gehirn unbewusst gesagt: etwas ist besser, jemand hat mehr, oder etwas fehlt mir. 

Durch all die Informationen die wir in den „Feeds“ der sozialen Medien sehen, stellen wir unser eigenes Leben in Frage: 

„Warum ist das Leben anderer so aufregend und meines so langweilig?“

„Ich sollte mehr trainieren und mich gesünder ernähren!“

„Wie gerne würde ich auch die Welt bereisen, habe ich vielleicht den falschen Berufsweg eingeschlagen?“

„Vergleich ist der Dieb der Freude“

Theodore Roosevelt

Zweifel, Neid und Hass können die Folge sein, wir werden unmotiviert oder sogar depressiv. Doch wie schon erwähnt, sei dir im klaren dass Menschen zum Großteil nur ihre schönsten Seiten präsentieren und sie genau wie jeder andere mit allen üblichen Schwierigkeiten des Lebens zu kämpfen haben. 

Realität ist das, was in den sozialen Medien verloren geht

Gewisse Menschen neigen eher zum Vergleich

Grundsätzlich neigen eher Menschen mit generell geringerem Selbstwertgefühl dazu unter solchen Vergleichen zu leiden. Eine Studie ergab, dass die hohe Nutzung von Facebook mit einem geringeren Selbstwertgefühl, einer schlechteren psychischen Gesundheit und einer größeren Körperscham verbunden sein kann. Diejenigen, die Facebook verlassen haben, erleben sofort einen Anstieg der Lebenszufriedenheit und der positiven Emotionen.

Der soziale Vergleich auf Social Media hat auch positive Auswirkungen

Doch die Vergleiche müssen nicht zwingend negativ sein, sondern können auch zum positiven bewegen. Mit einem gesunden Menschenverstand und stabilen Selbstbewusstsein kann das Folgen seiner „Vorbilder“ auf Social Media dazu verleiten Veränderungen in Angriff zu nehmen. Forschungen über Jahrzehnte hinweg zeigen, dass ein Aufwärtsvergleich Motivation und Anstrengung hervorrufen kann. Kinder, die sich mit Gleichaltrigen vergleichen, die sie nur leicht übertreffen, haben zum Beispiel bessere Noten erzielt. Zu sehen, dass der Weg zur Verbesserung erreichbar ist, ist der Schlüssel – Vergleiche dich also besser mit jemanden, der ein oder zwei Sprünge über dir steht, als mit jemandem ganz oben auf der Leiter.

Letztendlich ist die Dosis des Konsums der Sozialen Medien ausschlaggebend. Ebenso die Qualität, das Bewusstsein darüber und ein gesundes Selbstwertgefühl um keinen nachteiligen Effekt zu erzielen.  

In unserer heutigen zeit sind die soziale Medien bereits Alltag und es ist schon fast unmöglich sich diesen in unserer Gesellschaft zu entziehen. Wir können davon nicht einfach so flüchten und müssen das auch gar nicht. Was wir brauchen ist ein fundiertes Wissen und Bewusstsein darüber sowie ein geregelter und kontrollierter Umgang. 

Der soziale Vergleich auf Social Media – Mit diesen Tipps hörst du damit auf!

Verbringe weniger Zeit auf Social Media

Solange du Facebook, Instagram und Co. nicht für geschäftliche Zwecke nutzt, reduziere deine Nutzung. Schaue z.B. täglich nur 3 mal rein oder setzte dir einen zeitlichen Limit – Einstellungen am Smartphone oder Apps ermöglichen dir dies.

Social Media ist weniger als die halbe Wahrheit

Werde dir bewusst, dass Individuen online nur einen sehr kleinen Teil der Realität preisgeben. (Dieser Beitrag hat dir hoffentlich dazu verholfen)

Wenn du vergleichst, dann vergleiche mit dir selbst

Sei dir im klarem darüber was du hast und du für dich persönlich erreicht hast. Ein glücklicher Läufer vergleicht sich mit seinem letzten Lauf, nicht mit anderen, die schneller sind.

Kümmere dich um die Dinge die momentan wirklich wichtig sind

Oft verbringen zu viel Zeit mit Social Media, sodass wir die wirklich wichtigen Sachen im Leben vernachlässigen. Zum Beispiel deine persönliche Entwicklung, deine Familie und Freunde oder auch einfach deine Erledigungen. 

Nutze deine Zeit anderweitig

Anstatt ziellos auf Instagram zu scrollen, kümmere dich lieber um sinnvollere Angelegenheiten die dich weiterbringen. Und wenn dir auch nur langweilig ist – such dir ein Hobby!

Folge Menschen die nur ein Stückchen besser sind als du oder auf dem selben Niveau

Dies hilft dir eher motiviert zu bleiben, da deine Ziele greifbarer und realistischer werden. Folgst du nur Personen die an der Spitze sind, kann es dich eher runterziehen und dein Ziel unerreichbar erscheinen. 

Es gibt unzählige Menschen denen es schlechter geht als dir

Folge einigen Hilfsorganisationen oder Seiten die über Dinge Berichten die nachteiliger im Vergleich zu unserem Standard oder deinem eigenem Leben sind. Dies bewirkt dass du dein eigenes Leben mehr zu schätzen weißt und regelmäßig daran erinnert wirst. 

Bleib fokussiert

Sich nicht ablenken zu lassen muss gelernt sein und benötigt Disziplin.

Finde heraus in welchen Bereichen du am meisten unbewusst vergleichst

Wenn du z.B. erkennst das du deinen Körper oder dein Aussehen mit anderen vergleichst, dann soll es dich dazu verleiten dich so zu akzeptieren und zu lieben wie du bist, anstatt dich als unattraktiver zu sehen. 

Wähle sorgfältig aus wem und was du folgst

Meist folgen wir überwiegend Menschen die besonders gut aussehen, enormer Luxus, exotische Reiseziele, super gesundes essen, etc. Zu viel davon kann uns ein falsches Bild vom Leben geben und uns schlecht fühlen lassen, da dies im Vergleich zu unserem Leben ein gravierender Unterschied ist. Folge stattdessen lieber Menschen oder Seiten die etwas reales, echtes oder für dich greifbares zeigen.

Schau auf deine Vorbilder – aber nur ein bisschen

Wie schon erwähnt ist es besser jemanden zu folgen der dich nur leicht übertrifft, da dein Ziel erreichbar scheint. Dennoch ist es von Zeit zu Zeit auch nutzvoll auf sein ultimatives Vorbild zu schauen, auf diese Weise bleibt dir im Visier was du erreichen möchtest und was möglich ist. 

Akzeptiere deinen aktuellen Status

Gehe und handle von deinem Standpunkt aus. Theodor Roosevelt sagte einmal: „Tu was du kannst, mit dem was du hast und dort wo du bist!“ – Das trifft es genau.


Quellen:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4183915/ (Nutzung von Facebook – geringes Selbstbewusstsein)

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